(1) Belletristik

Es sind von allen Titeln nur noch ein paar wenige Restexemplare übrig.

Dass ich mir noch einmal die Mühe mache, sie auf einer eigenen Webseite zu präsentieren, statt einfach einen Schlussstrich drunter zu ziehen, kann ich mir selbst kaum erklären.

Es hängt mit dem Zauber zusammen, der für mich immer noch mit dem „Buch“ als solchem verbunden ist, mit der kindlichen Freude daran, endlich Lesen gelernt zu haben, mir Bücher erschließen zu können, die ja vorher in Schriftzeichen verschlüsselt worden waren.

Ein Hörbuch steht nicht in diesem hohen Rang, weil es mich, als den Hörer, unbeteiligt an den Rand drängt, ja mir sogar sein Tempo aufzwingt, während ich im Lesen doch sehr viel stärker zum Mitschöpfer werde und jedes gelesene Buch zu meinem ganz persönlichen, geistigen Eigentum machen kann.

Das ist es, was mich hindert, ein Buch wegzuwerfen. Das ist es wohl auch, was Fanatiker umgekehrt dazu bringt, Bücher zu verbrennen.

Und deswegen suche ich auch für diese letzten Exemplare noch nach Lesern.

(Bitte beachten Sie, dass bei Bestellungen mit einem Gesamtwert unter 40 Euro und bei Lieferungen ins Ausland Versandkosten anfallen. Sh. AGB)


Das Besondere im Alltäglichen erkennen. Darum geht es in Chiara Engls Bilder- und Gedankenbuch, das die Montessori-Schülerin als Abschluss-Arbeit sich vorgenommen und in bemerkenswert eigensinniger Weise, Hilfe strikt ablehnend, auch bis zum Manuskript vollendet hat.

Gut, bei der Umsetzung ins Buchformat habe ich als ihr Mentor dann die Führung übernommen und Grafik, Text und Typologie in ein einheitliches Layout gebracht.

Es ist ein Buch, in dem sich urplötzlich Perlen finden, wie das mit bis dahin vollkommen unbekannte Kafka-Zitat:

Die Liebe ist
so unproblematisch
wie ein Fahrzeug.

Problematisch sind
nur der Lenker,
die Fahrgäste und
die Straße.

und dazu dieses Bild eines auf Teile des Nummernschildes reduzierten Automobils:

Dieses – und viele weitere solcher Begegnungen aus Text und Bild finden sich hinter diesem Cover:

Davon gibt es aktuell noch 29 Exemplare, das Stück zu 15,00 Euro.

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Kontrastprogramm.

Wo Menschen ums nackte Überleben zu kämpfen haben, sind meditative und komplentative Gedanken nicht nur Zeitverschwendung, sondern gefährliche Ablenkung von den aktuellen Herausforderungen.

Ekuador, wie jeder Staat Mittelamerikas, ein ewiger Unruheherd, wo sich Kapitalismus und Sozialismus auf der Straße bekämpfen und Soldaten im Kampf gegen Drogenkartelle eher machtlos bleiben.

Eine junge Europäerin, gebildet, aber naiv, reich, aber hilflos, abenteuerlustig, aber schwach, ist in diesem Land auf ihren Helden getroffen, der sie schneller als sie denken konnte in den Strudel der Gefahren dieses Landes hineingerissen hat.

Ein echter Thriller. Schnell. Hart. Unbarmherzig. Und doch auch eine Facette dessen, was „menschlich“ heißt.

Der Autor hat das Land und die Zustände als Angehöriger einer humanitären Hilfsorganisation intensiv kennengelernt. Der Roman ist sehr authentisch.

Tango Ekuador gibt es noch in 5 Exemplaren in der von mir selbst hergestellte Taschenbuchausgabe. 336 Seiten für 14,00 Euro.

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Lyrik düster

Lyrik ist ein schwieriges Geschäft. Der alte, sich reimende Reim, der sich auf den vorangegangenen stützt und mit den folgenden zusammen eine Geschichte erzählt, zählt heute nicht mehr.

Es könnte ein neuer Schiller eine neue Glocke vorlegen, er würde abgelehnt.

Als Wolfgang Richter bei mir anklopfte und seine Sammlung von Gedichten mit dem Titel „Den Kopf an die vibrierende Scheibe gelehnt“ angeboten hat, war ich mehr als nur skeptisch.

Aber in diesen überwiegend dunklen Zeilen, voller unbefriedigter Sehnsucht, voller ungeliebter Liebe, auch voller hinausgeschrieener Sexualität, lag etwas, was den Leser anzuziehen vermochte, was unbekannte Saiten zum Klingen brachte. Ein Weiterlesen forderte.

WEITER

Der Mechanismus schluckte
Die rebellische Jugend.

Sieh sie dir heute an,
Sieh MICH heute an;
Die paar, die übrigbleiben wollten:
Abgestempelt, lächerlich,
Als Verlierer kategorisiert.

Und ich muß sagen:
Ich kann sie auch nicht leiden.

Denn sie sind stehengeblieben,
Als ob das was nützt,
Feuer wird nicht
Durch Zuschauen gelöscht.

Ein Vierteljahrhundert auf der Welt,
Da bist du kein Punk mehr,
Oder solltest es nicht sein,
Kein Anhänger einer Ideologie,
Wertlos und blödsinnig,
Da hast du andere Werte.

Jeder braucht ein Ziel.
Ich bin kein angepaßter Typ,
Schon gar nicht korrumpiert,

Aber auch kein Ignorant.

Von diesem Gedichtband, der irgendwie mit „Tango Ekuador“ korrespondiert, gibt es noch sieben von mir handgeleimte Taschenbuchexemplare zum Preis von 9,90 Euro.

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Lyrik heiter

Uwe Brosch, der bei mir schon zwei Kinderbücher verlegt hatte, kam eines schönen Tages mit einer großen Bitte, die er kaum zu äußern wagte, weil er um die Unwägbarkeiten wusste,

nämlich ihm ein kleines, feines Gedichtbändlein mit farbigen Illustrationen für eine Vernissage mit Lesung – oder umgekehrt, Lesung mit Vernissage, als Verleger möglich zu machen, und auch noch schnell und möglichst so preiswert, dass Besucher von Vernissage und Lesung das Büchlein nicht nur ergreifend finden, sondern auch zugreifen.

Farbe innen ist teuer, wenn man kleine Auflagen im Digitaldruck drucken lässt. Jede Farbseite zählt mehr als fünf schwarzweiße. Und vorher die Abstimmung, ob die Farbe im Druck auch so kommt, wie im Original …

Mir haben die kurzen, heiteren und zugleich tiefsinnigen Reime gefallen und Uwe Brosch den Gefallen getan und ein Hardcover Büchlein mit farbechten Farbdarstellungen der Aquarelle von Marion Maaß zum Kampfpreis von 15,00 Euro herausgebracht, woran nun wirklich nichts mehr zu verdienen war.

Die Uhr und die Zeit

An der Uhr kam die Zeit
zufällig vorbei.
Da prahlte die Uhr,
wie pünktlich sie sei.

Immer genau!
Und immer korrekt!
Das hat den Unmut
der Zeit geweckt.

Sie ließ die Uhr
ganz einfach stehn.
Ganz leicht, so im
Vorübergehn.

Lass dir den Himmel nicht entsternen ist noch in 5 Exemplaren vorrätig und kostet auch ganz zum Schluss immer noch oder wieder 15,00 Euro.

(Bestellen können Sie über den oben rechts geschilderten Weg.)


Winfried Pohl


Der Mann mit dem Entsorgungsbetrieb aus der Eifel, der leider viel zu früh verstorben ist, hat bei mir insgesamt drei Krimis veröffentlicht, die vollkommen zu Recht den Namen Eifel-Krimis tragen. Sein kantiger Kommissar treibt sich – als Einzelgänger mit Hund – zwischen Schleiden, Blankenheim und Kronenburg herum und erlebt durchaus spannende Abenteuer, bei denen nicht nur jeder Waldweg mit der Realität übereinstimmt, sondern auch die Fälle klug und in sich stimmig konstruiert sind.

Das sind die letzten Exemplare:

13Entsorgte Zeugen habe ich noch auf Lager, und zwar in der allerersten Ausgabe, als ich die Bücher im Schweiße meines Angesichts noch selbst gedruckt und gebunden habe.

Außerdem noch

3 „Erlegte Jäger“ und 3 „Verworrene Fährten„, Taschenbuchausgaben, die bei COMUTO in Augsburg hergestellt wurden.

Alle Pohl Titel 12,85 €


Julia

Früh mit schwerer Behinderung an den Rollstuhl gefesselt und auf permanente Assistenz angewiesen, und dabei mit soviel Lebensmut und Gestaltungswillen ausgestattet, dass sich viele, die ihr Leben ohne Behinderung führen dürfen, mehr als nur eine Scheibe davon abschneiden könnten.

Julia hat zwei Bücher im EWK-Verlag veröffentlicht. Das erste Die keine Rolle spielen, war eine wissenschaftliche Arbeit über die Rolle von Menschen mit Behinderung im Film, davon habe ich noch zwei Exemplare, auch diese sind noch von mir selbst „handgeschöpfte“ Taschenbücher und kosten je 11,00 €.

Das zweite Buch Morgen eine Ewigkeit ist ein Roman, autobiografisch, was die Krankheit betrifft, autobiografisch vielleicht auch, was die die Fantasie betrifft, mit der die sie ein Schicksal zeichnet, das den Leser immer wieder ergriffen macht. Davon gibt es noch fünf Exemplare als Hardcover, professionell gedruckt und gebunden für je 24,90 €.





Dieter Ebels

Sind seine Bücher noch Krimis oder schon Thriller?

Insgesamt haben wir vier Titel miteinander herausgebracht. Zwei davon sind noch lieferbar.

Auch diese gibt es nur noch 8 x im Doppelpack. Ganz großartige Gegenwartsliteratur, aber für die etablierten Großverlage inhaltlich nicht kompatibel,